Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, bei der das Denken und die Wahrnehmung gestört sind, was sich durch Halluzinationen (z. B. Stimmenhören) und Wahnvorstellungen (Positive Symptome) äußert. Gleichzeitig ergibt sich durch die Krankheit ein Verlust an Antrieb, Gefühlsarmut und sozialen Rückzug (Negative Symptome). Die Krankheit beginnt häufig schleichend. Oft ziehen sich die Betroffenen über Jahre sozial zurück, vernachlässigen Ausbildung und Hobbys und wirken emotional abgeflacht, bevor die erste Psychose ausbricht.
Die typischen Negativ-Symptome beginnen bei Männern häufig im späten Adoleszenz bis frühen Erwachsenenalter (15-25 Jahre), bei Frauen in der Regel fünf Jahre später (20-30 Jahre). Nach drei bis fünf Jahren kommt es meist zu ersten psychotischen Auffälligkeiten.
Schizophrenie ist eine chronische Krankheit, die meistens eine lebenslange Behandlung mit Antipsychotika erfordert, verbunden mit psychotherapeutischer Betreuung und sozialer Rehabilitation.
Die Prognose bei Schizophrenie folgt meist der Drittel-Regel: Ein Drittel der Betroffenen heilt vollständig aus, ein Drittel erlebt einen phasenhaften Verlauf mit Restbeschwerden, und das letzte Drittel leidet unter einer dauerhaften Chronifizierung. Eine Heilung „von selbst“ ist extrem selten; stattdessen ist eine frühzeitige Kombination aus Medikamenten, Psychotherapie und Betreuung entscheidend, um die Rückfallquote von über 80 % auf unter 30 % zu senken.
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